Herzlich willkommen auf den Seiten der tierärztlichen Praxis Grande, Baur, Landthaler GmbH!


Auf diesen Seiten finden Sie Informationen über unsere Tierarztpraxis, Kontaktdaten und unsere Sprechzeiten.

Die Tierarztpraxis in Engen


Die Tierarztpraxis in Engen besteht schon seit beinahe hundert Jahren. Zeitweise befand sich darin auch das Veterinäramt für den nördlichen Hegau. Die Praxis wurde traditionell im Alter an einen Assistenten des Eigentümers weitergegeben. Während in den ersten 50 Jahren die landwirtschaftlichen Nutztiere im Vordergrund der tierärztlichen Tätigkeiten standen, stieg die Nachfrage nach Kennntnissen und Fähigkeiten zur Behandlung von Hunden, Katzen, Pferden und kleinen Haustieren seit den 70er Jahren kontinuierlich an.

Im Jahr 1991 haben die jetzigen Eigentümer die Praxis, die sich damals noch im Doggenhardt befand, übernommen und zu einer modernen tierärztlichen Institution ausgebaut. Dort kann das heute zu Verfügung stehende medizinische Wissen bei Untersuchungen und Behandlungen einschließlich der notwendigen Operationen angewandt werden. Seit 2005 befindet sich die Tierarztpraxis in einem neuen Gebäude, in dem auf über 350 qm eine zeitgemäße tierärztliche Praxis mit Rezeption, Warteraum, 3 Behandlungsräumen, 2 Operationssälen, 3 Zwinger- und Käfiganlagen, Röntgenraum, Ultraschallraum, Endoskopieraum und der zugehörigen Infrastruktur eingerichtet wurde.

Sprechzeiten


Während den folgenden Sprechzeiten sind wir in unserer Praxis für Sie da

Zeit Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag
Vormittag 9-12 Uhr nach Vereinbarung
Nachmittag 15:30-18 Uhr offene Sprechstunde 15-18 Uhr nach Vereinbarung 15:30-19 Uhr offene Sprechstunde

Einige unserer Leistungen


Kreuzbandriss

Die Verletzung des vorderen Kreuzbandes ist die häufigste orthopädische Erkrankung des Hundes. Dabei kann es sich um einen akuten Unfall handeln, in aller Regel ist die Schädigung des vorderen Kreuzbandes beim Hund jedoch die Folge eines Verschleißprozesses. Dieser Verschleiß kann infolge einer Überbelastung der Bandstrukturen aufgrund der Winkelung des Kniegelenkes und der Steilheit des Tibiaplateau entstehen.

In aller Regel muß ein Kreuzbandriß operativ behandelt werden. Dabei kann das geschädigte Band ersetzt werden. Allerdings bleibt dabei die Grundproblematik der funktionellen Überbelastung bestehen. Eine Imitation des vorderen Kreuzbandes mit gleichzeitiger Lateralisierung der Tibia (nach außen Drehen) gegenüber dem Oberschenkel bringt einen deutlichen Vorteil bei der Stabilisierung des Kniegelenkes. Dies geschieht bei der "Lateralen Fadenzügelung nach Floh" und bei der "Kapsel Faszien Imbrikation", zwei Verfahren, die wir in unserer Praxis anwenden. Es gibt allerdings Hunde, bei denen die Instabilität im Kniegelenk nicht im Vordergrund steht, sondern eine stellungsbedingte Überbelastung, die Schmerzen und die Lahmheit verursacht. Diese Hunde profitieren mehr von eine Umstellungsoperation wie der TTA (Tibia Tuberositas Advancement) oder der TPLO (Tibia Plateau Levelling Osteotomie). Bei der TTA wird nicht nur die Instabilität im Kniegelenk aufgehoben, sondern auch der Anpressdruck zwischen den gelenksteilen veringert, so dass die Knorpelteile im Gelenk entlastet werden und die Überdehnung der Gelenkskapsel verschwindet. In unserer Praxis führen wir die TTA in einer neueren Variante, der TTA rapid durch. Insbesondere empfehlen wir die Operation bei mobilen und sportlich aktiven Hunden, da die Ergebnisse sehr gut sind. Es ist eine Premiumbehandlung, die den neuesten Erkenntnissen in der Tiermedizin Rechnung trägt.

Narkose

Viele Tierbesitzer haben Angst vor einer Narkose und es bleibt wohl immer unbestritten, dass jede Narkose auch ein Risiko beinhaltet. Deshalb bemühen wir uns mit allen Kräften, dieses Narkoserisiko für unsere Patienten so niedrig wie irgend möglich zu halten. Dazu muss zunächst einmal eine Notwendigkeit zur Operation festgestellt werden, im medizinischen Sprachgebrauch ist das die Indikation. Ist eine klare Indikation vorhanden und lässt sich das medizinische Ziel nicht auf andere Weise erreichen, müssen die Voraussetzungen für eine Narkose geklärt werden. Dazu wird das Tier eingehend untersucht, um das individuelle Risiko festzustellen. Hier spielt das Alter eine Rolle, die Rasse mit den spezifischen Problemen (z. B: brachiocephale Rassen), etwaige Vorerkrankungen und akute Notfallsituationen mit Schock oder Ähnlichem. Häufig sind weiterführende Untersuchungen, z. B. Blutuntersuchung, Röntgen und Sonographie nötig. Danach wird die Art der Operation hinsichtlich Dauer und Schmerzintensität betrachtet. Kurze Eingriffe und schwierige Untersuchungen werden in der Regel mit einer Injektionsnarkose durchgeführt, während lang andauernde Operationen und Operationen mit hoher Schmerzintensität mit einer Inhalationsnarkose in Kombination mit verschiedenen Analgesieverfahren (Schmerzausschaltung) durchgeführt werden. Wenn möglich, sollte der Patient nüchtern sein. Zwölf Stunden sind dabei anzustreben. Wasser darf gegeben werden. Nur in Notfällen werden auch bei nicht nüchternen Tieren Narkosen durchgeführt.

Nachdem eventuelle Vorerkrankungen behandelt worden sind und eine Schocksituation durch entsprechende Maßnahmen stabilisiert wurde, wird eine individuelle Prämedikation durchgeführt. Diese dient vor allem der Beruhigung und Sedierung des Tieres und der Schmerzprophylaxe.

Ist das Tier genügend sediert, wird ein venöser Zugang gelegt und ein Hypnotikum injiziert bis eine ausreichende Bewusstlosigkeit eingetreten ist. Daraufhin kann ein Trachealtubus eingeführt werden, das Tier wird intubiert.

Jetzt wird der Patient an das Narkosegerät angeschlossen und mit Isofluran in Sauerstoff beatmet. Unser Narkosegerät verfügt über eine Beatmungseinheit, so dass neben Spontanatmung auch eine kontrollierte Druckbeatmung möglich ist.

Eine angepasste Schmerztherapie (Analgesie) ist in jedem Fall notwendig, da eine Narkose in den meisten Fällen trotz Bewustlosigkeit nicht zu einer ausreichenden Schmerzausschaltung führt. Hier werden regionalanästhetische Verfahren (Rückenmarksanästhesie), Nervenblockaden (Plexusanästhesie) und opiatbasierte Verfahren angewendet.

Bei jeder Narkose werden Überwachungsgeräte angeschlossen. Hierauf legen wir in unserer Praxis sehr viel Wert. Es ist bei uns möglich, kontinuierlich den Sauerstoffgehalt der Atemluft, den endexspiratorischen CO2 Wert (Kapnographie), die Sauerstoffsättigung des Blutes (Pulsoxymetrie), den Blutdruck mittels High Definition Oszillometrie und die innere Körpertemperatur zu messen. Außerdem wird ein EKG abgeleitet. So können eventuelle Probleme schnell erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

Entsprechende Notfallmedikamente sind direkt am Narkosegerät griffbereit vorhanden. So können Atemproblemen, Blutdruckabfall, Arythmien, Bradykardien und drohenden Herzstillständen schnell und wirkungsvoll begegnet werden. Wenn durch die lückenlose Überwachung ein Problem frühzeitig erkannt wird, kann es deutlich erfolgreicher bekämpft werden.

Entscheidend für den sicheren Abschluß einer Narkose ist die Überwachung der Aufwachphase, insbesondere da hier die Überwachungsgeräte aufgrund der zunehmenden Mobilität des Patienten nach und nach entfernt werden müssen. Eine direkte, persönliche Überwachung durch eine tiermedizinische Fachkraft ist dann unabdingbar. Hebt der Patient den Kopf und versucht aufzustehen, wird er in einen Beobachtungsraum verbracht, der mit einer Kamera weiter überwacht werden kann.